Die 10 größten Irrtümer über Photovoltaik

Irrtum 1: Photovoltaik lohnt sich nicht!

Falsch! Eine Photovoltaik-Anlage erzeugt elektrischen Strom aus regenerativer Sonnenenergie. Die liefert die Sonne gratis bis aufs Dach – für voraussichtlich noch viele Millionen Jahre. Das heißt: Als Anlagenbetreiber kommt Ihnen von der Sonne keine Energie-Rechnung ins Haus geflattert. Und das ist längst nicht alles Lohnenswerte: Jede Kilowattstunde (kWh) Strom, die Sie mit der Anlage erzeugen und im Haushalt selbst verbrauchen (sogenannter Eigenverbrauch), spart eine kWh Netzstrom, den Sie aus der Steckdose beziehen und mit derzeit 31 Cent bezahlen.

Die Photovoltaik senkt damit Ihre Stromkosten. Auch ein lohnenswerter Aspekt: Die Gestehungskosten von selbstgemachtem Solarstrom liegen mit einer durchschnittlichen Privat-Anlage derzeit zwischen 11 und 13 Cent pro kWh, Tendenz: fallend. Das ist weniger als die Hälfte dessen, was Sie Versorgerstrom heute kostet!

Und: Handelt es sich beim bezogenen Netzstrom nicht um echten Ökostrom, sondern um Strom aus fossilen oder atomaren Energiequellen, ist der Netzstrom noch dazu äußerst ineffizient und emissionsreich produziert. Nicht zu vergessen: Die großen Stromverluste aufgrund des Transports vom Kraftwerk ins Haus.

Irrtum 2: Photovoltaik liefert keine vernünftige Rendite!

Falsch! Wenn man seine Renditeerwartungen an den Eigenverbrauch knüpft. Denn mit einer neuen 4 kWP Anlage würde ein 4-Personen-Haushalt im Großraum München beispielsweise, der jährlich viereinhalb Tausend kWh Strom verbraucht, mehr als ein Drittel seines Stromverbrauchs solar decken können und so rund 500 Euro Stromkosten pro Jahr und rund 10.000 Euro über 20 Jahre Anlagenbetriebszeit sparen. Eine Eigenkapitalrendite von 8 Prozent ist durchaus machbar. Es gilt: Je höher der Eigenverbrauch ist, desto höher steigt die Rendite.

Irrtum 3: Photovoltaik zahlt sich doch erst nach einer Ewigkeit aus!

Falsch! Eine durchschnittliche Photovoltaik-Anlage, die Sie komplett aus Eigenmitteln finanzieren, hat eine Amortisationszeit von 11 bis 13 Jahren. Eine über Darlehen finanzierte Anlage braucht 13 bis 15 Jahre, bis sie sich amortisiert, also ihre Solarerträge die Investitionskosten und Betriebskosten decken.

Irrtum 4: Die Energie, die für die Herstellung einer PV-Anlage verbraucht wird, erwirtschaftet die Anlage nie zurück!

Falsch! Laut einem neuen Bericht des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) beläuft sich die sogenannte Energierücklaufzeit (auch energetische Amortisation genannt) – und um nichts anderes geht es bei diesem Irrtum – auf etwa zwei Jahre. Das heißt: Sie erzeugen mit einer neuen Solaranlage während ihrer Lebensdauer mindestens das Zehnfache der Energie, die zu ihrer Herstellung nötig war, Tendenz: steigend.

Irrtum 5: Photovoltaikanlagen sind immer noch sehr teuer!

Falsch! Die Anschaffungskosten von Photovoltaikanlagen sinken seit Jahren stark. Genauso bei den Energiespeichern. Das liegt vor allem am technischen Fortschritt in der Produktion. Vor allem Speichersyste werden heutzutage in sehr großer Stückzahl produziert, siehe die Giga Factory von Tesla. Dies hat die Preise stark nachgeben lassen.

Irrtum 6: Die Aufbauzeit ist sehr lange!

Falsch! Mehr als die Hälfte der in einer Umfrage Befragten glaubte, dass man für den Aufbau einer Photovoltaik-Anlage fünf oder sechs Tage brauche – und irrte sich: Eine Anlage ist heute in ein, zwei Tagen aufgebaut.

Irrtum 7: Die Anlagen sind nach 20 Jahren kaputt!

Falsch! Wer auch immer diese Zahl in Umlauf brachte, der irrt: Moderne Photovoltaik-Anlagen haben nach Belastungstests eine erwartete Betriebszeit von gut 30 bis 40 Jahren. Rechnen Sie mal mit: Legt man die oben genannten Amortisationszeiten zugrunde, legen Sie mit einer Anlage, die 35 Jahre läuft, 20 Jahre in der Gewinnzone!

Irrtum 8: Die Anlagen verlieren schnell an Leistung!

Falsch! Das weiter oben schon genannte Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) stellte in einer Studie fest, dass Sie bei einer Photovoltaik-Anlage mit einem durchschnittlichen Leistungsabfall von 0,1 Prozent des Wirkungsgrades pro Jahr rechnen müssen. Von einem schnellen Leistungsabfall kann also nicht die Rede sein!

Irrtum 9: Hierzulande reicht die Sonne nicht für Photovoltaik!

Falsch! Mit einer Photovoltaik-Anlage von rund acht Quadratmetern Modulfläche lässt sich in Deutschland der Strom erzeugen, den 1-Personen-Haushalt im Schnitt verbraucht.

Irrtum 10: Dafür eigenen sich doch nur Süddächer!

Falsch! Eine Solarstromanlage empfängt in Deutschland auf einem gen Süden gerichteten Dach zwar die meisten Sonnenstrahlen pro Tag und Jahr, doch auch Anlagen auf nach Osten oder Westen ausgerichteten Dächern erzeugen genügend Strom, so dass sich der Anlagenbetrieb lohnt. Die wegen der geringeren Lichteinstrahlung auch geringere Stromausbeute ließe sich dort beispielsweise mit extra Solarmodulen ausgleichen

Zusammenfassend kann man sagen, Photovoltaik lohnt sich absolut und zwar für jeden! Je nach persönlichen Gegebenheiten bei dem einen mehr als bei dem anderen, aber eine lohnenswerte Investition ist es langfristig gesehen immer! Gerne berechnen wir dies auch anhand einer auf Ihre Bedürfnisse abgestimmten Wirtschaftlichkeitsberechnung.